Nach einer drei Jahre dauernden Baisse wurde an den internationalen Börsen endlich eine Trendumkehr
eingeleitet. Seit März 2000 sahen sich alle großen Börsen und alle Branchen, vor allem in den Bereichen
Technologie und Telekommunikation, mit einem generellen Kursverfall konfrontiert. Sogar der als
sicher geltende Utilities-Sektor konnte sich der Abwärtsbewegung nicht entziehen. Im März 2003 markierten
Indizes und Aktien langjährige Tiefststände. Der DJ Euro STOXX 50, der Index der größten börsennotierten
Unternehmen der Eurozone, verlor in diesen drei Jahren 66,2 %. Dafür gab es viele
Gründe: mehrere Bilanzskandale und Insolvenzen von großen renommierten Unternehmen, enttäuschte
Erwartungen auf ein Anspringen der Konjunktur sowie die unsichere Lage am persischen Golf.
Die Wende erfolgte im März 2003 durch den Beginn, vor allem aber durch das schnelle Ende, des
Irakkriegs; die Käufer kehrten an die Börsen zurück. Die überverkauften Märkte erlebten seither einen
breiten Aufschwung, geleitet von den hervorragenden Wirtschaftsdaten der USA. Auch in Europa gab es
ermutigende Signale einer beginnenden Konjunkturerholung und damit die Erwartung von steigenden
Gewinnen der Unternehmen. Zusätzlich wurde dieser Aufwärtstrend durch ein historisch niedriges
Zinsniveau unterstützt. Auch negative Faktoren wie der enorme Anstieg des Euros um über 20 %
gegenüber dem Dollar oder weitere Bilanzskandale konnten die Börsen nicht erschüttern.
Vor diesem Hintergrund gewann der Dow Jones Industrial Average (DJIA) Index 25,3 % an Wert, der
breitere Standard & Poor's (S&P) 500 Index 26,4 % und die Technologiebörse NASDAQ 50,0 %. In
Europa legte der DJ Euro STOXX 50 15,7 % zu, der Deutsche Aktienindex (DAX) 37,1 %. Der Austrian
Traded Index (ATX), der Index der größten börsennotierten Unternehmen Österreichs, verbesserte sich
um 34,4 %. Der für den Verbund als Benchmark bedeutende DJ STOXX Utilities, der Index der größten
europäischen Versorgerwerte, gewann 10,5 % dazu.