Die Umsatzerlöse konnten insgesamt um 19,6 % auf 2.478,1 Mio. € erhöht werden. Die Stromerlöse ohne Berücksichtigung der Ökostromerlöse stiegen um 12,4 % auf 1.986,6 Mio. €. Auf Basis des gestiegenen Großhandelspreisniveaus wurden sowohl in Österreich als auch in den europäischen Kernmärkten Deutschland, Slowenien, Italien und Frankreich durchwegs Absatzsteigerungen erzielt.
Der Konzern-Deckungsbeitrag im gesamten Stromgeschäft ging allerdings durch die aufgrund der Trockenheit verursachte gesunkene Eigenstromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken zurück und reduzierte sich auf 709,3 Mio. €.
Mit inländischen Weiterverteilern erhöhte sich der Absatz deutlich um 11,5 % auf 24.051 GWh. Insbesondere an die Partnergesellschaften der EnergieAllianz konnte erheblich mehr Wasserkraftstrom verkauft werden. Die anderen Landesgesellschaften nahmen durchwegs geringere Mengen ab. Zusätzlich zu den Mengensteigerungen konnten in diesem Kundensegment die Erhöhung der europäischen Großhandelspreise an die Kunden weitergegeben werden, sodaß die durchschnittlichen Vertragspreise um 8,7 % gestiegen sind. Die für die Bepreisung in Österreich maßgeblichen Preisindikatoren stiegen beträchtlich. Die Jahresforward-Preise für Grundlastlieferungen erhöhten sich beispielsweise um 18 %, jene für den wertvolleren Spitzenstrom um 26 %.
Der Absatz an inländische Geschäftskunden mit einer Abnahmemenge von mehr als 0,1 GWh/Jahr erhöhte sich ebenfalls deutlich um 29,3 % auf 4.960 GWh. Stand bisher die Ausweitung von Marktanteilen im Fokus, war 2003 die Steigerung der Rentabilität vorrangiges Ziel. So wurden Kunden nur noch dann akquiriert, wenn eine Rückdeckung der erzielbaren Vertragspreise am Markt gesichert war.
Auch mit ausländischen Kunden konnten wieder neue Verkaufserfolge erzielt werden. In Deutschland, wo der Verbund vor allem im Verkauf an Stadtwerke aktiv ist, war es möglich, den Absatz um 34,0 % zu heben. Erfreulich war auch der Geschäftsverlauf im slowenischen Markt, in dem der Absatz bei steigendem Preisniveau deutlich gesteigert werden konnte. Slowenien hat den am stärksten liberalisierten Strommarkt aller neuen EU-Beitrittsländer und bietet daher für den Verbund gute Marktbedingungen. Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt in diesem Markt vor allem auf großen Industriebetrieben. Auch in Frankreich wurden höhere Umsatzerlöse erzielt. So konnten durch die zunehmende Öffnung des französischen Strommarktes neue Kunden gewonnen werden.
Die Stromhandelstätigkeit mit ausländischen Kunden ging um 10,0 % auf 31.359 GWh zurück. Der Grund waren unter anderem gestiegene Book-Out-Vereinbarungen, mit denen die Saldierung von nicht realisierten, mengenmäßig gleich hohen Kauf- und Verkaufsmengen mit demselben Geschäftspartner erfolgte.
Die Umsatzerlöse aus dem regulierten Netzbereich fielen um 10,9 % auf 231,4 Mio. €. Hauptursachen für den Rückgang waren der teilweise Entfall der europäischen Tarifregelung für grenzüberschreitende Energielieferungen und aperiodisch hohe Netzerlöse. Weiters kam es durch das Auslaufen von Abtransportverträgen zu zusätzlichen Umsatzrückgängen.
Erstmals wurden Umsatzerlöse aus der Ökostromförderung in Höhe von 208,4 Mio. € ausgewiesen. Die Netzgesellschaft des Verbund ist per Gesetz verpflichtet, die Ökostromförderung in Österreich abzuwickeln. Auf dieser Basis hebt der Verbund von Stromhändlern bzw. Verteilnetzbetreibern regulierte Ökostromzuschläge ein und leitet die eingehobenen Beträge an die Ökostromerzeuger weiter.