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Konsolidierungskreis und -methoden  [Geprüfter Inhalt]

Muttergesellschaft ist die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft). In den Konzernabschluß sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluß ("Control") der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaft"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluß besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden ("Gemeinschaftsunternehmen") sowie Unternehmen, auf die die Muttergesellschaft direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfluß ausübt ("assoziierte Unternehmen"), sind nach der Equity-Methode bilanziert.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen, identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert ausgewiesen.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche Zwischengewinne werden eliminiert.

Die im Vorjahr nicht konsolidierte Gesellschaft ÖVG-Leasinggesellschaft m.b.H. wurde im Geschäftsjahr auf die Verbundgesellschaft verschmolzen. Die Zugänge und Abgänge sind im folgenden als Änderung des Konsolidierungskreises dargestellt.

Im Konzernabschluß werden neben der Verbundgesellschaft als Mutterunternehmen wie im Vorjahr 10 Tochterunternehmen und 7 assoziierte Unternehmen einbezogen.

In den Konzernabschluß nicht einbezogene verbundene Unternehmen ("Konzernunternehmen der Verbundgesellschaft") haben insgesamt keinen wesentlichen Einfluß auf den Konzernabschluß.

Der Konsolidierungskreis umfaßt neben der Muttergesellschaft die folgenden Unternehmen:

  Einbeziehungsart* Konzernanteil % Fremdanteil %
VERBUND-Austrian Power Grid AG VK 100,00 0,00
VERBUND-Austrian Power Trading AG VK 100,00 0,00
VERBUND Management Service GmbH VK 100,00 0,00
VERBUND-Telekom Service GmbH VK 100,00 0,00
VERBUND-Finanzierungsservice GmbH VK 100,00 0,00
VERBUND Italia S.p.A. VK 100,00 0,00
VERBUND-Austrian Hydro Power AG VK 80,33 19,67
VERBUND-Austrian Power Vertriebs GmbH VK 55,00 45,00
VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH VK 59,49 40,51
VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG VK 55,65 44,35
Ennskraftwerke Aktiengesellschaft EQ 50,00 50,00
Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft EQ 50,00 50,00
Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft EQ 50,00 50,00
Grenzkraftwerke Gesellschaft mbH EQ 40,17 59,83
KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft EQ 35,12 64,88
STEWEAG-STEG GmbH EQ 34,57 65,43
ENERGIA Holding S.p.A. EQ 26,60 73,40
*VK = vollkonsolidiert, EQ = at equity konsolidiert

Der Verbund und die Partnergesellschaften der EnergieAllianz (EVN, Wienstrom, BEWAG, Linz AG und Energie AG Oberösterreich) erhielten am 11.06.2003 die offizielle Genehmigung der Europäischen Wettbewerbskommission zur Umsetzung der Österreichischen Stromlösung. Im Rahmen der Österreichischen Stromlösung soll es zur Zusammenarbeit im Bereich des Stromhandels und des Großkundenvertriebs kommen. Ergänzt wird der Zusammenschluß durch eine gemeinsame Kraftwerkseinsatzplanung und -steuerung.

Die Europäische Wettbewerbskommission erteilte die Zustimmung mit Auflagen. Insbesondere sind die Verbund-Anteile an der Vertriebstochter VERBUND-Austrian Power Vertriebs GmbH innerhalb von sechs Monaten ab Genehmigung der Stromlösung an einen unabhängigen Dritten zu verkaufen. Diese Frist wurde Ende 2003 seitens der Europäischen Wettbewerbskommission um vier Monate verlängert. Vor Erfüllung der Auflagen dürfen keine Umsetzungsschritte gesetzt werden.

Der Konzernanteil an der VERBUND-Austrian Power Vertriebs GmbH wurde durch Verwässerung im Zusammenhang mit einer Barkapitalerhöhung sowie durch Anteilsveräußerung im Berichtsjahr von 75 % auf 55 % reduziert.

 

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