Zur Wahrung unternehmerischer Tätigkeit mit der Zielsetzung, angemessene Renditen zu erwirtschaften, werden nicht nur Chancen wahrgenommen, sondern auch RISIKEN eingegangen.
Das systematische Management von RISIKEN im Verbund wurde bereits im Jahr 2000 mittels einer eigenen Holding-Organisation als integriertes System in die Aufbau- und Ablauforganisation eingegliedert. Basierend auf den drei Risikomanagement-Schwerpunkten "Finanzbereich", "Stromgeschäft" und "Informatikbereich" wurde das Aufgabenspektrum um den Ausbau eines "Unternehmensweiten Risikomanagements" erweitert.
Risiko wird im Verbund als Möglichkeit der positiven und negativen Abweichung von (finanziellen) Unternehmenszielen und -kennzahlen verstanden. Der Risikomanagementprozeß beginnt mit einer Identifikation von RISIKEN in den Organisationseinheiten und Gesellschaften des Verbund. Die dabei festgestellten RISIKEN werden in einer zentralen Datenbank erfaßt und mit Hilfe eines Scoring-Verfahrens priorisiert. Als Folge davon kristallisieren sich HauptRISIKEN heraus, die auf Basis einer ausführlichen Datensammlung laufend quantifiziert und modelliert werden. Unter Anwendung moderner Risiko-Tools und Nutzung der jeweils besten Bewertungsmethode (z.B. Value-at-Risk, Sensitivitätsanalyse, Expertenschätzung) erfolgt eine Bewertung auf Basis der EinzelRISIKEN.
Die anschließende Aggregation zu einer unternehmensweiten Risikokennzahl erfolgt unter Berücksichtigung von Korrelationen mittels Monte-Carlo-Simulation. Die wichtigsten Inhalte aus diesem Risikomanagementprozeß werden im Risiko-Berichtswesen an den Konzernvorstand weitergeleitet. Das Berichtswesen dient als Frühwarnsystem für wesentliche RISIKEN und schafft die Basis zur Einleitung und Durchführung von Steuerungsmaßnahmen zur Risikoreduzierung.
Als Beispiel für diese Risikoreduzierung können die durchgeführten Sicherungsmaßnahmen des Finanzmanagements im bis dahin bedeutendsten Risiko des Verbund, dem Währungsänderungs-Risiko, angeführt werden. Durch Ausnützung der positiven Entwicklung im Schweizer Franken konnte mit dem Einsatz von Derivativgeschäften der VaR im Fremdwährungsbereich wesentlich reduziert werden. Ableitbar daraus ist eine Volatilitätssenkung im Finanzierungsergebnis für 2003 und die Folgejahre.
Die potentielle Abweichung bei unterjähriger Betrachtung (jeweils auf Sicht von zwölf Monaten) der modellierten HauptRISIKEN bewegte sich zum Planergebnis in einer maximalen Bandbreite von +35 % (best case) und –30 % (worst case); und das bei einem Konfidenzniveau von 95 %. Oder anders ausgedrückt: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % bewegt sich die maximale Abweichung vom Planergebnis in der angegebenen Bandbreite.
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| Risiko-Feld |
Risiko-Kategorie |
Risiko-Bezeichung |
| GeschäftsRISIKEN |
Strategische RISIKEN |
Beteiligungsrisiko |
| FinanzRISIKEN |
MarktRISIKEN |
Fremdstromrisiko, Preisrisiko Brennstoffe, Zinsänderungsrisiko, Fremdwährungsrisiko, Kursrisiko aus Wertpapieren |
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KreditRISIKEN |
Kontrahentenrisiko |
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LiquiditätsRISIKEN |
Ratingveränderung der Verbundgesellschaft, Cross-Border-Leasing |
| Operationale RISIKEN |
BetriebsRISIKEN |
Anlagenrisiko VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP), Anlagenrisiko VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG), Beschaffungsrisiko, Risiko aus mangelnder Personal-/Managementkapazität, Risiko aus operativen kaufmännischen Abläufen |
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Rechtliche RISIKEN |
Risiko aus Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, Prozessrisiko/Rechtsrisiko |
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SystemRISIKEN |
Informatikrisiko |
| EreignisRISIKEN |
NaturRISIKEN |
Mengen- und Preisrisiko Eigenstrom |